Das Jugendbuch „Sommer der Schatten“, erzählt die Geschichte der Zwillinge Jenna und Jessy Jäger, die Ihre Ferien auf einem Reiterhof verbringen. Schnell haben sie Freunde gefunden. Doch plötzlich ist Jenna verschwunden und irgendwer beobachtet den Hof. Dann meldet sich ein Entführer, doch er stellt keine Forderungen und der Kontakt zu ihm reißt ab. Eine Zeit des Wartens und der Suche beginnt. Für Jessy stellen sich viele Fragen: Wieso setzt jemand einen Hund zum Sterben im Wald aus? Welches Geheimnis versteckt sich hinter der Entführung? Können sie und ihre Freunde Jenna finden?
Ein Ferien-Tagebuch für Jugendliche ab 12 Jahren.

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Auszug

Ein Auszug aus Jessys Sommerferien-Tagebuch:
Der kleine Ort, in dem unser Ferienhof ist, liegt in einem schmalen Tal und ist von bewaldeten Bergen umgeben. Der Reiterhof liegt direkt am Eingang des Dorfes und sieht sehr sauber und gepflegt aus.
Die Pferdekoppeln rings um den Hof sind von weißen Holzzäunen umgeben und auf den sattgrünen Wiesen stehen die Pferde und Ponys in der Sonne. Das Wetter ist einfach herrlich und die Sonne strahlt von einem leuchtend blauen Himmel. So muss das Wetter in den Sommerferien sein.
Als wir auf den Hof rollen, sehe ich mich neugierig um. Rechts vom Hauptgebäude wurden im rechten Winkel die Stallungen angebaut. Man erkennt sie sofort an einem großen grün gestrichenen Holztor, das auf Rollen zur Seite geschoben werden kann. In einem ausgebauten Stallgebäude auf der linken Seite des Haupthauses sind die Ferienwohnungen, die alle eine Haustür zum Hof haben. Der Innenhof wurde gepflastert, nur die lange Zufahrt ist asphaltiert. Alles sieht sehr gepflegt aus. In einem kleinen Gärtchen spielen drei Kätzchen in der Sonne, ein großer Schäferhund liegt entspannt zwischen vier kleineren Kindern, die bereits die Ponys putzen. Von der Homepage weiß ich, dass auf dem Hof hauptsächlich Haflinger und Welsh-Ponys gehalten werden.
Als wir aus dem Auto gestiegen sind, kommt eine rundliche, fröhlich lächelnde Frau auf uns zu. Es ist Frau Niederschulte, unsere Gastmutter, die sofort die Hand ausstreckt und zuerst unsere Eltern begrüßt. Dann wendet sie sich an uns: „Ihr seid also die Zwillinge. Schön, euch kennen zu lernen. Wie ich sehe, wird es einfach, euch auseinander zu halten. Wer ist denn nun wer?“
„Jenna ist die in rosa mit den langen Haaren und ich bin Jessy“, mache ich uns bekannt. Jenna wartet wie immer ab, bis ich uns vorgestellt habe.
„Dann zeige ich euch jetzt euer Appartement und wenn ihr ausgepackt habt, kommt ihr wieder hierher. In der Zwischenzeit kann ich mich mit euren Eltern unterhalten. Sie haben doch sicher noch einige Fragen?“ Mama nickt energisch und blickt sich aufmerksam um. Wir folgen Frau Niederschulte mit dem Gepäck in unsere kleine Ferienwohnung.
„So, hier werdet ihr wohnen. Zimmerservice gibt es hier nicht, ihr müsst also selbst aufräumen und einmal pro Woche prüfen wir, ob ihr auch saubergemacht habt. Im Badezimmer findet ihr Putzeimer und was man sonst so braucht. Jetzt werde ich erst mal mit euren Eltern sprechen. Bis später.“ Schon ist Frau Niederschulte wieder weg.
Jenna und ich schauen uns an. Putzen steht eigentlich nicht auf unserem Ferienprogramm.
„Das meint die jetzt nicht ernst, oder? Wir sollen selber saubermachen? Haben die keine Putzfrau?“ Jenna ist offensichtlich wenig begeistert.
Schon bald verliebt sich Jenna in einen Jungen und Jessy reagiert sauer. Doch dann verschwindet Jenna und Jessy setzt alles daran, ihre Schwester zu finden. Gut, wenn man sich auf echte Freunde verlassen kann.


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