„Ich bin Arminius, der Cherusker. Ein römischer Feldherr“, behauptet der sprechende Hund, den Melina im Keller ihres Hauses findet. Er bittet sie, mit ihm einen Weg zurück ins Jahr 9 nach Christus zu suchen. Gleichzeitig müssen sie auch seine menschliche Gestalt finden, die er unfreiwillig mit einem Hund getauscht hat. Gemeinsam begeben sie sich auf eine aufregende Reise in die Vergangenheit und treffen dabei einige historische Persönlichkeiten.
Doch nicht nur Arminius ist aus der Vergangenheit gekommen. Der römische Schreiber Lucius wurde beauftragt, den Germanen zu suchen und erlebt dabei eine abenteuerliche Zeit. Als sie endlich aufeinander treffen, kommt alles ganz anders.

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Auszug

„Mein Name ist Arminius, von fürstlichem germanischen Geblüt und siegreicher, römischer Feldherr. Berühmt durch viele erfolgreiche Schlachten des römischen Imperiums!“, so hatte sich Melina der merkwürdige Hund vorgestellt, als sie ihn vor etwa einer halben Stunde hinter ihrer Kellertür sitzend fand.
Melina ist sich sicher, dass es sich um einen Traum handeln muss. Wieso sonst sollte  ein sprechender Hund in ihrem Wohnzimmer sitzen und ihr eine derart seltsame Geschichte erzählen?
Die achtundzwanzigjährige Lehrerin für Deutsch und Geschichte ist durch und durch Realistin. Auch wenn sie mit ihren blonden Locken und den großen veilchenblauen Augen absolut dem Bild einer naiven Blondine entspricht, hat sie für Spinnereien und durchgeknallten Fantasy-Geschichten nichts übrig.
Doch nun sitzt ihr ein rotblonder Mischlingshund mit ungepflegtem struppigem Fell gegenüber und will ihr erzählen, er sei ein germanischer Held. Sie sieht ihn missbilligend an und wartet auf eine gute Erklärung für seine unerwartete Anwesenheit in ihrem Haus.
Nachdem er hörbar Luft geholt hat, fängt er in einem auffällig hochmütigen Ton noch einmal von vorne an: „Mein Name ist Arminius, Feldherr der römischen Legionen in Germanien. Sicher habt Ihr bereits von mir gehört.“
„Meinst du Arminius oder auch „Hermann der Cherusker“, ein germanischer Fürst, der in Diensten der Römer die Germanen unterwerfen sollte? Er ging in die Geschichte ein, weil er den römischen Truppen während der Varus-Schlacht im Jahr 9 nach Christus ihre schwerste Niederlage beibrachte. Ihm wurde 1875 in Detmold sogar ein Denkmal gesetzt. Natürlich habe ich von ihm gehört, schließlich habe ich Geschichte studiert.“
„Ah, wie gut, Ihr kennt also meinen legendären Ruf“, stellt der Hund sichtlich zufrieden fest. „Und mit welch edler Dame habe ich das Vergnügen?“
„Mein Name ist Melina Lorenz und du bist hier in meinem Haus. Ich bin Lehrerin für Deutsch und Geschichte am städtischen Gymnasium. Daher bin ich auch sicher, dass Arminius definitiv ein Mensch war und kein Hund!“, wendet Melina in ihrem besten Lehrertonfall ein.
„Na ja, es ist mir unangenehm zuzugeben, dass es einen bedauerlichen Zwischenfall während meiner Reise durch Raum und Zeit gegeben hat. Aus diesem betrüblichen Grund bin ich gezwungen, um Eure wohlwollende Unterstützung zu ersuchen.“
Zerknirscht und bittend schaut der Hund die junge Frau an.
Melina lässt sich schließlich zu einer unglaublichen Reise in die Vergangenheit überreden. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der menschlichen Gestalt ihres Gastes. Dabei treffen die Beiden auf verschiedene historische Persönlichkeiten.


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